Tumpen

Über wohl kaum ein anderes Bouldergebiet im D-A-CH-Raum gab und gibt es so viele Missverständnisse, (Halb-)Wahrheiten, Gerüchte und Ärgernisse wie über Tumpen im Ötztal, Tirol.

Auslöser des ganzen Übels waren übrigens einige Boulderer, die sich mal wieder nicht wie zivilisierte Menschen verhalten konnten…
Irgendwo auch nachvollziehbar, denn ich wollte mir mein Grundstück, selbst wenn “nur” ein paar Felsbrocken ohne land- und forstwirtschafltichen Nutzwert drauf liegen, nicht von Fremden vermüllen und verkacken lassen.

Bemüht man eine Internet-Suchmaschine mal nach den Begriffen Tumpen und Bouldern, so stellt man schnell fest, dass man neben etlichen Poserbildern und -videos auch eine Reihe teilweise grottenfalscher Infos um die Ohren gehauen bekommt.  Zur Ehrenrettung der Netzschreiber sei gesagt, dass 1.) es auch nicht einfach ist, an Informationen aus erster Hand bzw. von Locals zu kommen und 2.) sich anscheinend die Situation in den letzten Monaten immer mal wieder verändert hat.

Da ich live vor Ort war, hier mal der Stand der Dinge zusammengefasst:

  • Bouldern ist in Tumpen grundsätzlich nicht verboten (dürfte nämlich durch § 33 Forstgesetz gedeckt sein)
  • Das Parken auf der anderen Seite der Holzbrücke, nordöstlich der Ötztaler Ache, ist verboten (hätte mich nichtmal getraut, mit meinem VW Caddy da drüber zu fahren – vielleicht am ehesten mit eingeklappten Aussenspiegeln 😀 )
  • Das Parken auf dem Festplatz* neben der Volksschule wird zwar angeraten, macht aber wenig Sinn, weil:
  • Das Betreten des/der Wiesengrundstücke jenseits der Holzbrücke ist verboten und auch entsprechend beschildert:
    Tumpen Zustieg nordseitig der Ache
  • Insofern stimmt auch die Zugangsskizze aus dem PDF-Topo nicht mehr.
  • Es gibt anscheinend einen alternativen Parkplatz und Zugang zum Bouldergebiet am Ortsende des tiefergelegenen Ötzer Ortsteils Habichen. Parkplätze gibt’s vor der überdachten Holzbrücke. Das habe ich dann aber nicht mehr überprüft, zumal der Zugang zum Bouldergebiet über Habichen steinschlaggefährdet sein soll (was man auch leicht erahnen kann, wenn man sich die Felswand nur mal von der B186 aus anschaut) und sich die Felssturz-Situation auch in 2016 nicht gebessert hat.

Fazit: Augen aufmachen, längeren Zustiegsweg in Kauf nehmen und vor allem: Rücksichtsvoll verhalten!

* Geht sowieso nicht, wenn – wie bei meinem Besuch – ein Festzelt drauf steht 😉

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