Tristencholben

Ein schlauer Kopf meinte mal sinngemäß:

Zwei Drittel aller Bergtouren werden – aufgrund der Rahmenbedingungen wie Wetter etc. – abgebrochen.

Tja, heute dann mal wieder unser “Satz mit X” – eigentlich stand eine Klettertour am Tristencholben (Route “Munigrind“, 6 SL, 5b/5a obl.) auf der Agenda, aber es blieb dann bei einer (durchaus optisch reizvollen) Panorama-Bergtour:

Churfirsten und Walensee

Der Tristencholben ist der östlichste Berg der Churfirstenkette, ganz gut erkennbar von der N3 aus entlang des Walensees:

Churfirsten von der N3 aus gesehen

Weitaus gemütlicher ist allerdings der Zustieg von Norden her, den man sich mit den Seilbahnen von Unterwasser über Iltios zum Chäserrugg deutlich erleichtern kann.

Nach einer kurzen Wanderung vom Chäserrugg über den mit zahlreichen Steinmannli geschmückten Rosenboden …
Rosenboden
… entpuppt sich der Hoger dann tatsächlich als stattlicher Berg mit recht imposanten Wänden:

Tristencholben

Dann galt es, von der grasigen Scharte durch die sog. Schafreiti zum Wandfuss abzusteigen. Leichter gesagt als getan…
Es hat uns natürlich nicht überrascht, dass der Abstieg – wie auf der Südseite der Churfirsten üblich – sehr steil ist, zumal gemäss Führer auch in diesem Couloir extra eine Abseilstelle eingerichtet wurde. Um überhaupt dorthin zu gelangen, muss man allerdings über Gras.
80 Höhenmeter Steilgras. Nasses Steilgras!
Achja, der Kletterführer erwähnt da auch noch was – Zitat: “Nur in trockenem und schneefreiem Zustand empfehlenswert”….

Schafreiti
Hier sieht die Schafreiti noch harmlos aus – muss man im Original mal gesehen haben… 😉

Es hat nämlich tags zuvor kräftig geregnet und schon im Grassattel war hohe Aufmerksamkeit angesagt, um nicht auszurutschen.
Aber da runter? Nein danke.
Man muss nicht immer Kopf und Kragen riskieren…

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass selbst der Normalweg auf der Nordwestseite regelrecht triefend nass war; da leistete der Helm noch gute Dienste, um eine unfreiwillige Haarwäsche am Wandfuss zu vermeiden 😀

Was soll’s, wir kommen einfach wieder!

Wie gesagt, es war ja dann immerhin eine schöne Panorama-Rundwanderung, 4 km lang, mit imposanten Blicken auf den Walensee und Umgebung im Süden und der Alpsteinkette im Norden:

Alpsteinkette

Literatur:

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