Schlagwort-Archiv: Tessin

Klettergebiete und Bouldergebiete im Kanton Tessin (Ticino) | Klettern | Bouldern

Arcegno TI

Nein, das ist kein Tippfehler – im bekannten Klettergebiet um Arcegno im Tessin kann man eben nicht nur klettern, sondern auch wunderbar bouldern!

Bouldern im Tessin

Ich schrieb ja früher – nach meinem Besuch des nahegelegenen Balladrum – mal, dass man in der Gegend aufgrund der zahllosen “rumliegenden” Gneisblöcke durchaus was zum Bouldern finden müsste.
Eine Recherche und eine Tour vor Ort hat jetzt meinen Verdacht bestätigt: Hier lässt sich’s nicht nur vielseitig klettern, sondern es ist auch ein hübsches Bouldergebiet erschlossen worden:

Arcegno Block 15
Block 15 (links)*

Arcegno Block 11
Block 11* beim Klettersektor “Fiama”
Im Hintergrund Heidi und Volker an der Route “Serena”

Arcegno
unbekannter, eingebohrter Block

Arcegno Block 24
Block 24* (700’260 / 114’031)
* Die Nummerierung bezieht sich auf die Bimano-App.
Das Topo von Arcegno ist darin (derzeit) kostenlos.

Eingebohrt?!
Jawohl… einige Blöcke, z.B. Block 11, haben einen kleinen Umlenker; manche Wändchen tragen auch 2-3 zusätzliche Haken. Die Grenzen zwischen Highball und Kletterroute sind also fliessend. Auswahl gibt’s jedenfalls reichlich – vom 4er bis Fb 8a ist alles in allen Grössen dabei.


Bouldern Arcegno Block 11Bouldern ArcegnoBouldern Arcegno Block 24
Der Block 24 ist ja schon fast eine Kopie des legendären “U-Boot” vom Magic Wood… 😉

Koordinaten 700’109 / 114’054 (Block 11* beim Klettersektor “Fiama”)
Parkplatz nahe des “Campo Pestalozzi”, bei 700’255 / 113’660
Zugang je nach Sektor den entsprechenden Pfad in den Wald nehmen, teils signalisiert

Aber erstmal da hinkommen… Das Örtchen Arcegno ist ja vom Tal aus signalisiert; in der Ortsmitte zweigt dann eine kleine unscheinbare Strasse (“Via Enrico Pestalozzi“) ab in den Wald. Und diese ist nur für Fahrzeuge mit maximal 2m Breite zugelassen. Mein VW Caddy hat gerade so durchgepasst, ohne an einem Fenstersims oder Hauseck hängen zu bleiben; mit einem Campingbus probiert’s man besser nicht – ich hab euch gewarnt!

Apropos Camping: Hier bietet sich auch wieder der, in vielen Kletterführern erwähnte und nur wenige Kilometer entfernte, Campingplatz Piccolo Paradiso an. Dort war ich selbst schon öfters und bin sehr zufrieden; nicht zuletzt, nachdem die Saniäranlagen renoviert wurden.

Dafür ist die Orientierung vor Ort dann relativ leicht. Im einschlägigen Kletterführer – z.B. dem Edition Filidor – Schweiz Plaisir Sud – sind die Klettersektoren beschrieben und einige Blöcke eingezeichnet. Man muss nur die entsprechenden Wanderpfade, die von der Strasse abzweigen, ansteuern.
Zusätzlich gibt es noch ein Bouldertopo im PDF-Format direkt vom Erschliesser des Gebiets, Pesche Wüthrich.

Es ist übrigens nicht ganz einfach, einen aktuellen Kletterführer zu haben – wie auch am Balladrum wird immer mal wieder was neues erschlossen, so z.B. jüngst die Route “km 0“, eine 7a+, an einem etwas versteckten Felsriegel (700’199 / 114’125) quasi direkt neben der Strasse.

Und noch eine Bitte zum Schluss:
Das Gebiet ist in Privatbesitz, also verhaltet euch dezent und rücksichtsvoll, ohne Kehricht in der Natur zu hinterlassen. Beachtet auch unbedingt das Verbot, Feuer zu machen wegen der Waldbrandgefahr!

 

Balladrum

Zweite Station unseres Tessin-Trips war der Balladrum, ein Hügel oberhalb von Ascona, unweit des Monte Verità.

Hier befinden sich zwei Klettersektoren – einem älteren (“Lusertol”), unmittelbar am Rundwanderweg gelegen, mit 15 Routen in den Schwierigkeitsgraden von 5b bis 8a (Schwerpunkt im oberen 6. Franzosengrad) und weiter hangaufwärts einem 2010 eingerichteten Sektor mit 19 Routen in den Schwierigkeitsgraden 3a bis 6a.

Witrläsen Balladrum

Ponte Brolla

Erste Station unseres Herbstferien-Klettertrips: Ponte Brolla, ein kleines Dorf im Tessin. Bekannt ist es wahrscheinlich am ehesten durch 1.) das Klettern und 2.) das Klippenspringen. Letzteres haben wir allerdings nicht probiert… 😉

Schon von weitem sichtbar, selbst in unserer spätabendlichen Anfahrt, ist das Massiv am westlichen Ufer der Maggia.

Es teilt sich in drei Sektoren mit insgesamt rund 200 (zweihundert!) Routen in den Schwierigkeitsgraden 3a bis 8c mit Routenlängen von 6 bis 160 Metern auf.

Witrläsen Ponte Brolla