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Klettergebiete und Bouldergebiete in der Schweiz | Klettern | Bouldern
Also in der echten Schweiz (Schweizerische Eidgenossenschaft, Confoederatio Helvetica) – nicht etwa in der sogenannten “SĂ€chsischen Schweiz” oder der “FrĂ€nkischen Schweiz”…

Chli Schijen (Ibergeregg)

Obschon der Chli Schijen im Kanton Schwyz als eigenstÀndiger Gipfel auf der LK verzeichnet ist, handelt es sich dabei nicht um einen isolierten Berg, sondern vielmehr um eine Gruppe von 20-50m hohen Felszacken oberhalb der Ibergeregg.

Chli Schijen

Hier, knapp oberhalb des Ibergereggpass, entstand ein interessanter Klettergarten mit ĂŒber 80 Routen in den Schwierigkeitsgraden 3 bis 9a (!), und imposante Blicke auf die Mythen und auf den VierwaldstĂ€ttersee gibt’s gratis dazu.

WitrlÀsen Chli Schijen (Ibergeregg)

Galbisio

Es ist schon Ostern. Langanhaltendes Schlechtwetter nördlich des Alpenhauptkamms – so kann’s ja nicht weitergehen. Aber das Tessin verspricht (und hĂ€lt) ja oft genug Lichtblicke parat, und so ging’s dann eben zum Klettergarten oberhalb Galbisio bei Bellinzona!
Schliesslich hatte sich auch mein Knie in der Winterpause glĂŒcklicherweise wieder vollstĂ€ndig regeneriert.
WitrlÀsen Galbisio

Murgtal (aktualisiert)

Das Bouldergebiet im Murgtal, bei Murg/Quarten bzw. oberhalb vom Walensee, an der Grenze der Kantone Sankt Gallen und Glarus, bietet eine grosse «Spielwiese» (ĂŒber 700 Boulderprobleme!) in einem interessanten Gestein.
Jenes hört auf den Namen «Verrucano Sernifit», muss man sich als Gemisch aus Granit und Sandstein vorstellen, und ist in der Gegend eine geologische Besonderheit, da man ringsum eigentlich sonst nur im Kalk klettert.

WitrlÀsen Murgtal (aktualisiert)

Neues von der Grimsel

Es ist sicher keine Übertreibung, die Gegend um den Grimselpass als das «Mekka der Plaisirkletterer» im Berner Oberland zu bezeichnen – erstens aufgrund des wunderschönen Ambiente, zweitens natĂŒrlich auch aufgrund der verkehrsgĂŒnstigen Lage.
Daher bleibt auch dieses Gebiet eine Baustelle im positiven Sinne, nÀmlich in Bezug auf Neuerschliessungen.

Ein «Beinahe-DriveIn»-Klettergarten neueren Datums befindet sich am PlÀnggerli, direkt hinter dem Berghotel Grimselblick:
Grimselpass PlÀnggerli, Sektor Muppet Show, beim Berghotel Restaurant Grimselblick

In den Jahren 2013 bis 2016 entstanden hier unter der Regie von AndrĂ© Henzen «nur» 6 Routen in den Schwierigkeitsgraden 5b bis 6b – der superkurze Zustieg vom Parkplatz bis zum Wandfuss macht diesen Fels aber zu einem netten Zwischenstopp

Koordinaten 669’425 / 157’245 – 2200 m ĂŒ.M.
Parkplatz Berghotel Grimselblick
Zugang vom Parkplatz einfach den gut sichtbaren Pfad bergauf

Parkieren ist auf dem Hotelparkplatz – laut Signalisation – nur fĂŒr GĂ€ste zulĂ€ssig. Also seid bitte so fair und kehrt dort nach dem Klettern dort auch ein!

Ein Topo ist im LÀdeli der Kristallgrotte auf der anderen Strassenseite erhÀltlich. Darin befinden sich auch Infos zu anderen Neuerschliessungen um den RÀterichsbodensee.
Die ĂŒbrigen Gebiete der Region findet man im neuen SAC-KletterfĂŒhrer «Berner Oberland SĂŒd: Kandertal, Lauterbrunnental, Grindelwaldtal, Engelhörner, Haslital-Grimsel, Gadmertal-Susten» (1. Auflage 05/2018).

FĂŒr mich verlĂ€ngert sich somit die To-Do-Liste deutlich… 😉

Schlossgrotte Burg i.L.

Bouldern im Baselbiet, Teil 2 …
Herbstanfang, und laut Meteo stand der Regen kurz bevor, also suchte ich mir gleich was, wo man nicht sofort klatschnass wird.

Und da wurde ich doch direkt in der Schlossgrotte bei Burg im Leimental (Koordinaten: 600’254 / 256’210) fĂŒndig:

Schlossgrotte Schlossgrotte
Schlossgrotte Schlossgrotte

Hier warten 15 – meist ĂŒberhĂ€ngende – Probleme an Leisten und Löchern von 6a bis 7b+ darauf, regelmĂ€ssig beklettert zu werden. Überraschenderweise ist dieser Spot offensichtlich nicht sehr stark frequentiert, wie die FelsoberflĂ€che und nicht wenige Spinnweben zeigen. Aber dafĂŒr ist eben das Gestein noch sehr griffig.

Zustieg ist denkbar einfach: Es gibt zwei Wanderwege vom Dorf aus zur Burg. Wenn man den sĂŒdlichen davon nimmt, erreicht man beim Aufstieg zur Burg zwangslĂ€ufig die Grotte, da der Wanderweg da durchfĂŒhrt.
Nur das Parkieren ist etwas problematisch, im Dorf gibt es nur ganz wenige ParkplÀtze, die an schönen Wochenenden von Wanderern und Burgbesuchern belegt sein werden.

Bouldern ist hier (ĂŒberraschenderweise) ausdrĂŒcklich erlaubt, wie es aus der Verordnung ĂŒber das Naturschutzgebiet «Schlossberg» hervorgeht; allerdings nur in der Grotte und nicht an den umliegenden Felsen.

An dieser Stelle ein bisschen Werbung fĂŒr einen guten Zweck:
Auf dem Foto trage ein Shirt von CAC – Climbers Against Cancer.
Wer’s (noch) nicht kennt: Diese Organisation verkauft Klamotten und neuerdings auch Kletterhardware und spendet die Verkaufserlöse zugunsten der Krebsforschung.
Als persönlich/familiÀr Betroffener finde ich das wirklich ein sehr  sinnvolles Projekt!

Auf dem RĂŒckweg schaute ich noch kurz bei der nur wenige Kilometer entfernt liegenden Pechhöhle (Koordinaten: 601’580 / 254’487) vorbei:

Pechhöhle
Haupthöhle

Pechhöhle innen
Im Inneren der Haupthöhle – mit den unĂŒbersehbar dicken Chalkspuren…

Pechhöhle Nebenhöhle
Nebenhöhle links (westlich) der eigentlichen Pechhöhle

Streng genommen sind es zwei Höhlen; die kleinere befindet sich ca. 70m links der Haupthöhle.
Insgesamt findet man ebenfalls 15 Boulderprobleme zwischen 4+ und 7c+ in dem grossen Dach mit allerlei Löchern.
Obschon die Höhle mit ihren grossen und kleinen Löchern durchaus imposant aussieht und interessante Boulder in ihrem Bauch birgt, blieb diese Tatsache aber auch nie wirklich geheim – hier sind deutlich stĂ€rkere “Gebrauchsspuren” als in der Schlossgrotte zu finden. Nach meinem Empfinden schon fast zu starke Gebrauchsspuren; wenigstens die dicken Chalk-Schichten hĂ€tte man doch vor dem Verlassen auch wieder wegputzen können… so relativieren sich die grundsĂ€tzlich recht guten Griffe auch wieder.

Topos?
Nachdem sich die Freunde des Basler Jura um die letzten verbliebenen Exemplare der Fluebible prĂŒgeln, bleibt fĂŒr Topos nur noch die kostenpflichtige Bimano App (fĂŒr iOS und Android).