Solalex / Miroir d’Argentine

The same procedure as every year:
Sonniges Wetter und Ferien nach Weihnachten – also nix wie weg zum Bouldern.

Diesmal standen die ruhig gelegen Blöcke bei Solalex VD auf der Agenda:

Bouldergebiet Solalex und Miroir d'Argentine

Blöcke Solalex

Eigentlich sind die Blöcke in diesem waadtländischen Wintersportgebiet (!) eher etwas für die wärmere Jahreszeit – ich hatte vor Ort -4 °C -, zumal auch die Zufahrt bei Schnee zugunsten der Skifahrer gesperrt wird – in Anbetracht der Tatsache, dass es schon längers niederschlagsfrei und relativ warm war, doch eine Option.

(Ursprünglich wollte ich nach Tsavas, aber die Zufahrt ist dort – trotz Schneemangels – ab Ortsende Grandvillard FR ab 01.12. bis und mit 31.03. gesperrt, worüber die Bimano App leider nicht vorab informierte…)

Zurück zu Solalex: Die Anfahrt ist ein wenig abenteuerlich – wenn man die N9 bei Aigle oder Bex verlässt, hat man zwei Möglichkeiten, um auf vom Chablais auf den Berg zu kommen; entweder folgt man (komfortabler) in Aigle den Wegweisern in Richtung Ollon und Villars, oder man folgt in Bex einfach den Schienen der Tram; diese Zufahrtsvariante ist allerdings deutlich kurviger und bei Gegenverkehr etwas nervenaufreibend.

Kurz vor den Häusern von Solalex kann man bequem parkieren, schnappt sich Crashpad oder Kletterutensilien (!), über- oder durchquert den Bach und steht fünf Minuten später direkt am ersten Block auf der geräumigen Wiese:

Solalex bloc 1
Block 1 bei 576’639 / 125’938

Insgesamt finden sich dahinter und daneben noch elf weitere Blöcke mit derzeit ca. 40 Problemen (mit weissen Pfeilen und teilweise farbigen Punkten markiert), aber mit “Luft” nach oben, d.h. man hat hier durchaus noch Möglichkeiten, sich selber etwas zu definieren.
Die Schwierigkeitsgrade sind eher leicht bis moderat, von 2 bis 6c+, wobei der Schwerpunkt eher im 5er-Bereich liegt – ideal also auch für boulderbegeisterte Kinder, wenn zu wenig Schnee zum Schlitteln liegt… und für mich gerade recht, meine kaputten Gliedmassen (Stichwort Maushand – hierzu gibt es bald einen separaten Blogbeitrag) wenigstens ein bisschen zu bewegen, denn “nicht klettern ist auch keine Lösung”.

Wem das bisschen Spassbouldern zu wenig ist, legt das Crashpad einfach wieder ins Auto und nutzt die Wiese als Ausgangspunkt zur Besteigung der Miroir d’Argentine – steht auf meiner Agenda, deswegen bin ich hierher gekommen.

Arête de L'Argentine
Arête de L’Argentine

Ziemlich genau 250 Meter östlich von Block 1 beginnt der – teils auf der Swisstopo eingezeichnete, teils mit Steinmannli markierte – steile geröllige Zustieg zum Wandfuss, von dem aus mehrere Routen (z.B. die bekannte “Directe” (5b / 5a obl.) in bis zu 15 Seillängen zum Gipfel führen.

Topo Directe

Ein vollständiges Topo findet sich u.a. im Filidor-Kletterführer “Schweiz plaisir WEST“, dessen 2012er-Auflage allerdings leider derzeit vergriffen ist.

Also, die To-Do-Liste bleibt lang. Das wäre dann mal was für den (Hoch-)Sommer, weil Nordwand – der Bericht hierüber wird also noch ein paar Monate auf sich warten lassen müssen…

 

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