Schumacher, Vettel, Alonso & Du

Was haben diese Jungs mit uns Kletterern zu tun?
Okay, bei beiden Sportarten stellt Gummi die Verbindung zwischen Sportler/Sportgerät und der «Sportoberfläche» dar. Und wenn man mal sieht, welchen riesigen Aufwand die Formel-Einser treiben, um ihren Gummi zu optimieren, dann erkennt man sofort, dass diese Verbindung äusserst wichtig ist. Bei uns Kletterern wird ja sogar ein ähnlicher Aufwand betrieben, um den Kontakt von unseren Füssen mit dem Fels zu verbessern. Und die Erfindung des Kletterschuhs hat ja auch zu deutlichen Leistungssprüngen geführt.

Aber was ist mit unseren Vorderreifen??? Welche Möglichkeiten haben wir hier, um den «Grip», die geheiligte Reibung zu optimieren?
An den Händen ist das Thema Reibung eher zweischneidig: Viel Reibung ist gut, aber leider nicht sehr lange (bis die Fingerkuppen offen liegen). Also muss möglichst eine schützende Hornhaut her, die aber nicht so fest sein soll, dass sie am Rand schon abblättert. Hier verwenden Kletterer diverse Geheimsalben und Tinkturen (Hirschtalgcreme, Climb On!, First Aid Creme, Olivenöl, Schleifpapier und andere Hilfsmittel).
Wer einmal nach drei Tagen Bouldern in Fontainebleau mit blutenden Fingerkuppen stand, der weiss eine gepflegte Hornhaut zu schätzen!

Auch die Benutzung von Chalk resp. Liquid Chalk soll ja die Reibung verbessern.
Sei ehrlich, kannst Du noch ohne? Ich (meistens) nicht 😉

Und auf der Gegenseite wird ja auch mit allen Mitteln gekämpft. Da werden Griffe geputzt (Schwerter zu Pflugscharen: Die M16 Bürste wurde tatsächlich zur Reinigung des gleichnamigen Gewehrs entwickelt – jetzt bürstet sie Griffe staubfrei!), trockengepustet, wird (leider immer wieder) zu POF (Harz) gegriffen, um die Reibung zu erhöhen.

Bis auf die exzessive Verwendung von POF und Chalk am Fels sind all dies gute Möglichketen, den Kontakt zu unserem «Sportgerät» zu optimieren. Die Pflege der Hornhaut wird hierbei jedoch häufig vernachlässigt. Pfleg Deine Hände!