Kanton Schaffhausen

Der Kanton Schaffhausen bietet mehr Klettermöglichkeiten, als man landläufig so glaubt – da lohnt sich auch mal eine Fahrt aus dem Zürcher Unterland oder aus Winterthur… 😉

1. Schweizersbild

18 Routen – Schwierigkeitsgrade 5a bis 8a+

Der wohl bekannteste Fels im Kanton – nicht nur wegen der gleichnamigen Ausfahrt an der N4, von selbiger ist der Fels mittlerweile auch sichtbar, sondern weil man ihn einfach nicht übersehen kann!

Schweizersbild

Koordinaten 690’140 / 286’612
Parkplatz Unter Rücksichtbahme auf Anwohner nebenan im Wohngebiet oder ca. 300m weiter beim Tierheim
Zugang Im Zweifelsfall nach der Tankstelle fragen 😉


2. Längenberg

20 Routen – Schwierigkeitsgrade 3c bis 6b

Ein einstiger SAC-Übungsfels – ganz nette Örtlichkeit. Die Routen aus den 80er Jahren wurden teilweise grosszügig saniert, wenngleich das Gestein nicht immer so ganz solide ist.

Längenberg Längenberg

Und auch wenn man eine Route namens “Kinderweg” dort findet, ist der Fels nicht unbedingt kindertauglich. Das Gelände ist hier ziemlich abschüssig und oftmals rutschig.

Koordinaten 689’688 / 286’846
Parkplatz beim Tierheim
Zugang Dem markierten Wanderweg bergauf ein paar hundert Meter folgen, dann wird der Felskopf links sichtbar. Von dort aus links zum Wandfuss steil absteigen.


3. Freudentäli Turm und Höhle

12 Routen – Schwierigkeitsgrade 4b bis 6c+

Ein paar der zahlreichen Felsen im und um das Freudentäli wurden trotz der teilweise fraglichen Felsqualität doch tatsächlich als Kletterfelsen auserkoren, so z.B. der recht markante Felsturm, an dem man etwas Sonne tanken kann:

Freudentäli Turm Freudentäli Höhle

Die beiden benachbarten Felsen, einer davon mit einem vergitterten Höhleneingang, sind ebenfalls eingebohrt. Neben der Höhle könnte man auch das Crashpad zum Einsatz bringen.

Koordinaten 689’998 / 287’292 (Turm)
Parkplatz Beim Hundesportplatz, links kurz nach dem Abzweig Richtung Stetten
Zugang Am Strassenrand entlang laufen, diese unterhalb des Felsens überqueren und auf Trampelpfad zum Fels hinauf


4. Freudentäli Spitzentanz/Fata Morgana

5 Routen – Schwierigkeitsgrade 6b+ bis 7c+

Koordinaten 689’657 / 288’626
Parkplatz Schwierig. Irgendwo platzsparend (!) an der Zufahrt zu den Höfen
Zugang unwegsam steil bergauf durch den Wald


5. Felsentäli

3 Routen – Schwierigkeitsgrade 6b+

Landschaftlich ja echt ganz nett gelegen, aber Anreise wegen drei Routen?!

Koordinaten 689’310 / 285’355
Parkplatz Schwierig. Unter Rücksichtbahme auf Anwohner und Gewerbetreibende am Strassenrand.
Zugang rüber


6. Pinkyfels

8 Routen – Schwierigkeitsgrade 4c bis 6b+

… weil hübsch ist es nämlich hier auch. Welch eine Überraschung, hier noch einen eingebohrten Fels mit recht interessanten, gut abgesicherten Routen zu finden.

Pinkyfels Pinkyfels

Bitte verhaltet Euch hier sehr umsichtig; das Gebiet steht immer wieder in Sachen Naturschutz zur Diskussion. Es wurden leider aus diesem Grund schon Routen entfernt!

Koordinaten 689’615 / 286’066
Parkplatz Am besten auf dem kleinen Wanderparkplatz beim See, ca. 300m nach dem Kreisverkehr.
Zugang Strasse und Bach überqueren, dann auf der anderen Seite des Baches dem Wanderweg entlang bis direkt zum Wandfuss.


7. Tarzanboulder

6 Boulder – Schwierigkeitsgrade Fb 5b bis 7a+

Wem die Boulder im Kesslerloch zu heftig sind oder mal wieder Stau sich vom Herblingermarkt bis zur Grenze hin zieht, kann man hier ins Mühlental ausweichen und mal schnell das Crashpad zum Einsatz bringen.

Tarzanboulder Tarzanboulder

Im Gegensatz zum benachbarten Pinkyfels hält sich hier allerdings die Feuchtigkeit recht lange; ist eher ein schattig-kühles Eck für den Hochsommer.
Es gibt online ein älteres Topo von bimano.ch bzw. findet in deren App auch was dazu.

Koordinaten 689’601 / 285’544
Parkplatz Schwierig. Unter Rücksichtbahme auf Anwohner und Gewerbetreibende am Strassenrand. Die bisherige Parkmöglichkeit beim früheren Nachtclub “Flamingo” existiert nicht mehr.
Zugang Je nach Parkmöglichkeit am Bach entlang. Die Grotte ist vom Wanderweg aus gut zu sehen.


8. Kesslerloch

21 Boulder – Schwierigkeitsgrade Fb 5b bis 8b

Der Boulder-Klassiker in der Nordostschweiz schlechthin – hier hat schon Fred Nicole einige interessante, knallharte Sachen definiert. Nichtsdestotrotz sind auch für “Normalboulderer” einige interessante Linien dabei.

Ein zweites Crashpad ist übrigens dringend angeraten – im oberen/hinteren Teil der Höhle ist der Untergrund ziemlich verblockt.
Es gibt online ein älteres Topo von bimano.ch bzw. findet in deren App auch was dazu. Ebenso ist der Spot im Swiss Bloc №1 aufgeführt.

Koordinaten 694’105 / 289’044
Parkplatz Markierter Parkplatz an der H15 in Richtung Schaffhausen
Zugang Vom Parkplatz über einen steilen Pfad mit Treppenstufen bergab zur Höhle


9. Haardflue (Hardfels)

27 Routen – Schwierigkeitsgrade 5a bis 7b+

Hardfels

Das könnte hier sooo schön sein: Bis zu 18 Metern Routenlänge, schöne löchrige Routen à la Frankenjura, saniert, gut abgesichert.
Nur leider steht der Fels in einer sehr schattigen Ecke, bleibt daher laaange feucht und zu allem Elend ist der Fels auch noch gesperrt von ca. 15. April bis 30. Juni. Daher findet man leider auch viel Moos vor – die teilweise erst 2009 eingerichteten Routen müssten einfach häufiger beklettert werden…

Koordinaten 686’631 / 282’559
Parkplatz Rücksichtsvoll abseits der Zufahrt zur KBA Hard. Bitte ausreichend Platz für die Bauern und andere Verkehrsteilnehmer lassen!
Zugang Bei der benachbarten Kiesgrube den Trampelpfad im Wald steil bergauf zum Wandfuss.


Download

Der einschlägige Kletterführer für die Region ist der “Bock Rock” von Reto Faulenbach, erhältlich für 20 Stutz in der Kletterhalle ARANEA+ in Schaffhausen.
Wieso “Bock”? Na, kennt ihr nicht das Wappentier vom Kanton, ein Widder? 😉

Apropos Aranea:
Die Krankenkasse SWICA übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen einen Anteil am Jahresabo für den Halleneintritt!
Klettern ist also gesundheitsfördernd; das ist etwas, was man im Entwicklungsland Deutschland erst noch lernen muss – dort kann man froh sein, wenn man einen ergonomischen Schreibtisch statt einer Kündigung bekommt…

Und apropos Thayngen:
Unmittelbar hinter der Grenze könnt ihr noch ein Meisterwerk deutscher Unfähigkeits-Ingenieurskunst bestaunen:

Man könnte natürlich auch, wenn man eh schon mit dem Hubsteiger da oben “arbeitet”, auch gleich die Ampel reparieren – aber eher wird wohl der Berliner Flughafen fertig… 😉

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