Radenthein

Da schreibt jemand was von “Wörldklass Bouldergebiet […] Bomben-Felsqualität und […] eines der besten Gebiete in Kärnten“… Das muss man sich doch mal anschauen, oder?

Als ich vor exakt drei Jahren am Jungfernsprung klettern war, wusste ich zwar, dass es in der Nähe, in Radenthein, ein Bouldergebiet gibt, aber mein Crashpad diente nur als Zeltunterlage… Zudem war das PDF-Topo damals noch nicht veröffentlicht und ich hatte buchstäblich “keinen Plan”.

Also: Örtlichkeit war mir bekannt, also schnell angesteuert. Kann man auch kaum verfehlen.
In meiner “Gier” hechtete ich zunächst die kleine Gneisplatte hoch und kraxelte erstmal über etliche Blöcke, bevor dann im Halbschatten diverse Chalk-Spuren zu sehen waren – den halb zugewachsenen Trampelpfad neben dem Tankstellengebäude hatte ich glatt übersehen…

Block C – Unterer Aufwärmboulder

Block D – Dachl

Vom “Unteren Aufwärmblock” orientiert man sich am einfachsten; dort ist auch besagter Trampelpfad, der um die Blöcke führt, am ehesten noch zu erkennen.
Tatsächlich, es sind hier einige sehr interessante Linien – ca. 20 an der Zahl in den Schwierigkeitsgraden Fb 5a bis 8a – an den verstreuten Blöcken eines ehemaligen Felssturzes zu erkennen.
Über das Gestein an sich reichen drei Buchstaben: TOP!

Koordinaten N46 47.962 E13 41.186 (Block C “Unterer Aufwärmblock”)
Parkplatz Turmöl-Tankstelle Radenthein, vor der markanten Gneisplatte neben der Preistafel
Zugang zwischen Parkplatz und Tankstellengebäude den Trampelpfad hoch

Das Gebiet befindet sich – Fotos geben das nicht so wirklich rüber – an einem recht steilen Südosthang, und die Steilheit bedingt, dass es auch ein “Obergeschoss” und ein “Dachgeschoss” mit weiteren Boulderproblemen und noch mehr Potential gibt.
Es ist allerdings recht mühsam, mit dem Crashpad auf dem Rücken da aufzusteigen. Ebenso haben einige Blöcke durchaus den Charakter eines Highballs und speziell am “Dachl” kann man sich auch an Bohrhaken sichern.

Wer das Crashpad nicht ganz so hoch schleppen will, nimmt halt noch Seil und Gurt mit und findet ganz oben noch eine Handvoll offensichtlich kürzlich eingebohrter Routen:

Kletterrouten Radenthein

Fazit: Klein, aber fein – und in Kombination mit nahegelegenen bekannten Gebieten (Jungfernsprung, Breitwand) noch das “Tüpfelchen auf dem i”.

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