Obsee (Zervreila)

Fernab des Massenansturms ist im Bündner Valsertal ein extrem ruhiges Klettergebiet der Extraklasse entstanden.

Klettergarten Obsee

Das hört sich so an, als ob …

… ja, genau – beim “Obsee” handelt sich um ein sehr junges Kletter- und übrigens auch Bouldergebiet.
Obschon die herrlichen Gneisklettereien im Valsertal schon längers bekannt sind, wurde dieser Klettergarten erst 2009/2010 erschlossen.

Koordinaten 727’765 / 157’569 – Einstieg Route “Wow” (5c), 2230 m ü.M.
Parkplatz 728’320 / 159’160 – bim Chappeli, 1975 m ü.M.
Zugang Vom Parkplatz bergab in Richtung See. Bei P. 1899, wo sich rechts des Weges ein Bienenstand befindet, auf schmalen Pfad in südöstliche Richtung abbiegen. Dem Pfad folgen bis zum Bach, dann weglos weiter, an Steinmannli orientieren

Trotz der Schönheit dieses Klettergartens – perfekter Gneis, imposante Tiefblicke auf den Zervreilasee und ins Canaltal sowie das markante Zervreilahorn immer im Blick – wird man hier oft tatsächlich allein sein.

Klettergarten Obsee Klettergarten Obsee
Obsse Boulder Schiff
Läntatal und Zervreilahorn

Rund 400 Höhenmeter (incl. Zwischenanstiegen) bei fast 3 Kilometern Anmarsch, unterm Strich also 1½ Stunden Zustieg, für 30 Routen in den Schwierigkeitsgraden 5a bis 7a ist nicht jedermanns Sache.
Hinzu kommt die etwas abenteuerliche Anfahrt über die Zervreilastrasse, die man am besten anhand des Fahrplans des Postautos plant, um nicht mit selbigem auf der schmalen Strasse ins Gehege zu kommen.

Stellt sich also noch die Frage: Crashpad oder Gstältli+Seil?
Am besten beides oder mal-so-mal-so. Direkt neben den Routeneinstiegen finden sich, neben dem imposanten trapezförmigen “Schiff” noch eine ganze Reihe weiterer Gneisblöcke, die zur sportlichen Betätigung einladen.

Damit’s Euch nicht so geht wie mir heute und in einer Nebelsuppe mit unkletterbar feuchtem Gestein landet, hilft ein Blick auf die Webcam vom benachbarten Dachberg (2851 m ü.M.):
Webcam Dachberg

Kletterführer gibt’s zwei für die Region:
Zum einen natürlich “Valsertal” wie gewohnt aus dem Panico-Verlag, allerdings aus dem Jahre 2004 und daher ist dieser Klettergarten noch nicht enthalten.
Wer’s gern aktueller, ausführlicher und auch noch vielvielmehr im Umkreis haben möchte, kommt um den SAC-Kletterführer Graubünden nicht herum.
In beiden Führern sind allerdings die Boulderblöcke nur erwähnt und nicht näher erläutert.

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