Chli Schijen (Ibergeregg)

Obschon der Chli Schijen im Kanton Schwyz als eigenständiger Gipfel auf der LK verzeichnet ist, handelt es sich dabei nicht um einen isolierten Berg, sondern vielmehr um eine Gruppe von 20-50m hohen Felszacken oberhalb der Ibergeregg.

Chli Schijen

Hier, knapp oberhalb des Ibergereggpass, entstand ein interessanter Klettergarten mit über 80 Routen in den Schwierigkeitsgraden 3 bis 9a (!), und imposante Blicke auf die Mythen und auf den Vierwaldstättersee gibt’s gratis dazu.

Hat man sich erst einmal nach problemloser Anfahrt und Zustieg …

Koordinaten 698’625 / 207’525 – Einstieg Hauptwand, 1515 m ü.M.
Parkplatz 698’620 / 208’015 – nahe der Passhöhe, Zentrale Parkuhr, 1 Fr./Std.
Zugang Vom Parkplatz dem Wanderweg an der Marienkapelle vorbei folgen. Nach ca. 300m zweigt nach rechts ein Pfad mit blauen Markierungen ab.
Geocaches Geocaches als Liste | auf der Karte

… dort oben eingefunden, beginnt erst einmal die wirkliche Orientierung: Wo bin ich und wo fange ich an?
Kletterführer (siehe unten) gibt es für das Gebiet gleich mehrere, und zu allem Elend zählt jeder die Felszacken und die Routen anders durch. Routennamen sind nur teilweise angeschrieben, und zwischendrin findet man selbst noch alte Techno-Routen.
Es empfiehlt sich durchaus, sich die Zeit zu nehmen, den ganzen Komplex einmal zu Fuss zu umrunden und sich ein Bild zu verschaffen.

Chli Schijen Chli Schijen
Chli Schijen Chli Schijen - Hauptmassiv mit NW-Grat

Am einfachsten ist die Orientierung, wenn man sich mal bis zum Hauptmassiv – erkennbar am Gipfelkreuz – hocharbeitet und sich von dort umschaut.
Oder am besten gleich direkt dort den Nordwestgrat (3 oder 4b, je nach Einstieg) angehen, von dem man seinen Blick in die Ferne schweifen lassen kann …

Chli Schijen - Blick zu den Mythen Blick vom Geocache GC2TXJF zum Vierwaldstättersee

… und oder den Geocache GC2TXJF noch aufsuchen.

Kletterführer

Da gibt es wie bereits erwähnt gleich mehrere in unterschiedlicher Ausführlichkeit:

Fazit

Ein wirklich sehr schöner Klettergarten, wo “für jeden etwas dabei ist”. Witzig sind auf alle Fälle auch die mehr oder weniger luftig-freistehenden Felszacken:


Allerdings sollte man die Hoffnung, hier allein zu sein, schnell begraben – der relativ kurze Zustieg (20 Minuten) zollt eben seinen Tribut, selbst wenn – wie jetzt hier, Ende April – in dem schattigen Wäldchen unterhalb der Wände noch teils knietief Schnee liegt.
Dafür wird man nicht nur mit einem tollen Landschaftsblick, sondern auch mit exzellentem Kalk entschädigt; ich war selbst sehr angenehm überrascht, dass hier nur ganz wenige abgespeckte Stellen zu finden sind.

Und noch ein Hinweis: Zumindest die 2007er-Ausgabe des Filidor-Kletterführers gibt “45 Meter” als ausreichende Seillänge an. Das mag für die meisten Routen passen, für beispielsweise den NW-Grat ist’s aber definitiv zu kurz! Nach dem Ablassen hatte mein Klettergspänli von meinem 50-Meter-Seil noch gerade mal 20 cm unterhalb des Sicherungsgeräts übrig… dank Knoten im Seilende nichts passiert.
Also: Mindestens 60 Meter Seil mitbringen!

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