Fusstechnik

Eine der grundlegendsten Techniken und Fähigkeiten beim Klettern ist das gute Stehen. Je mehr Gewicht Du auf Deine Füsse verlagern kannst, desto weniger Gewicht müssen Deine armen Arme halten. Wenn Dir Kraft fehlt, dann kannst Du auch Kraft sparen, um besser zu klettern 😉

Beobachte einmal andere Kletterer: Wenn sie fallen, was passiert häufig Sekundenbruchteile vorher? (Richtig: Ein Fuss rutscht ab)! Oder in Überhängen und Dächern und in vielen Bouldern: Der Unterschied zwischen guten, eleganten und damit erfolgreichen Kletterern und den weniger solchen ist doch meistens an der Fusstechnik fest zu machen. Bei den guten Kletterern scheint der Fuss irgendwie an der Wand festgetackert zu sein. Die Füsse kleben auf den kleinsten Tritten oder gar an der nackten Wand, und trotzdem sieht es noch locker und leicht aus. Ein schlechterer Kletterer schrabbt mit den Füssen an der Wand entlang, rutscht auch von guten Tritten ab und «zappelt» irgendwie mehr herum. Natürlich ist das sehr extrem und verallgemeinernd dargestellt, doch ich wette, dass Du automatisch ähnliche Bilder von guten und schlechten Kletterern im Kopf hast.
Noch einfacher auf den Punkt gebracht: Gute Kletterer haben eine gute Fusstechnik, schlechte Kletterer eine schlechte.


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Das wirft natürlich die Frage auf, was denn nun eine gute Fusstechnik ausmacht und wie Du sie trainieren kannst. Die Grundlage guter Fusstechnik ist ganz einfach: Du musst dafür sorgen, dass Du ganz sicher weisst, wie Deine Füsse stehen um ihnen zu vertrauen. Mit mehr Vertrauen auf Deine Füsse wird der Rest einfacher.

Um das zu erreichen, musst Du als erstes darauf achten, was Deine Füsse machen: Du guckst so lange auf Deinen Fuss, bis Du ganz sicher bist, dass er gut auf dem Tritt steht. Erst danach kümmerst Du Dich um etwas anderes. Häufig kannst Du nämlich genau das Gegenteil beobachten: Der Kletterer sieht den Tritt, guckt schon mal nach oben und versucht währenddessen, den Fuss auf den Tritt zu setzen. Oder er guckt kurz bevor der Fuss den Tritt erreicht schon weiter nach dem nächsten Griff. Ich wette, dass der Fuss so nicht optimal steht! Es lohnt sich, sich die Zeit für das Platzieren der Füsse zu nehmen! Ich empfehle am Anfang sogar, sich nach dem Setzen des Fusses zwei Sekunden Zeit zu nehmen, und nochmal genau zu gucken, ob der Fuss für die nächste geplante Bewegung optimal und sicher sitzt. So vorbereitet wird Dir nie mehr der Fuss wegrutschen!

Eine zweite Möglichkeit, wie Du Deine Fussarbeit verbessern kannst, ist das leise Klettern. Versuche in der Halle immer so zu klettern, dass Du nicht zu hören bist. OK, Dein angestrengtes Keuchen und Schnaufen darf man hören – Deine Füsse jedoch nicht!