Erste Hilfe bei Kletterschädigungen

Sportschädigungen treten ja langsam und schleichend auf. Wichtig ist, dass Du so früh wie möglich erkennst, dass Du Deinen Körper überlastest. Dein Körper zeigt Dir schon, was Sache ist – der Trick ist, auf ihn zu hören.
Das ist nicht immer einfach, ich denke jeder kennt das – auch aus (falschem!) Ehrgeiz heraus: «Das geht schon!» oder «Ich klettere da durch» oder «Ist von alleine gekommen, geht auch wieder alleine» oder «Zähne zusammenbeissen» usw.
Halte Dir aber immer vor Augen, dass ein letzter Ausweg Deines Körpers dann eine ernsthafte Verletzung ist. Ein Bänderriss, Sehnenverletzung, Muskelfaserriss… All das wird Dich dann nämlich ganz sicher für Wochen bis Monate vom Klettern abhalten!

Folgende Massnahmen helfen Deinem Körper, sich zu regenerieren:

  • Pause! Ja, auch wenn’s schwerfällt.
  • Leichte Bewegung, keine Schmerzen provozieren
  • Bei Entzündungen helfen Schmerzmittel, die entzündungshemmend wirken (sogenannte Antiphlogistika – am bekanntesten: Ibuprofen). Aber nur während der akuten Phase, danach sind sie kontraproduktiv!
  • Entzündungshemmende Enzyme (Wobenzym oder ähnliches) in hoher Dosis. Achtung, diese verursachen eine merkwürdige Verdauung 😉
  • Rauchen schädigt und schwächt Bänder und Sehnen zusätzlich – vielleicht ein Ansatz aufzuhören?
  • Manche schwören auf Sportsalben wie Mobilat, diese sind jedoch umstritten. Wenn’s hilft, warum nicht.
  • Die Verwendung von Meditape oder Kinesiotape ist absolut empfohlen! Es gibt mittlerweile gute Handbücher und YouTube-Tutorials, so dass Du diese Tapes auch selbst anbringen kannst. Das sind die bunten Tapes, die in Längsrichtung dehnbar sind. Sie reduzieren Schmerzen und ermöglichen eine freiere Bewegung des betroffenen Gelenkes.
    Gute Tapes, teilweise schon vorgeschnitten, stellen z.B. Nasara oder Kintex her.
  • Normales, unterstützendes Tape kann kurzfristig helfen, sollte aber keinesfalls länger verwendet werden.
  • Ein guter Osteopath kann Wunder wirken.
  • Viel Flüssigkeit zuführen.
  • Gezieltes Training der Muskeln, die nicht beim Klettern belastet werden, um Ungleichheiten auszugleichen.

Und nicht zu vergessen, der präventive Aspekt, damit es nicht zu Problemen kommt:

  • Aufwärmen
  • Gute Technik
  • Muskulatur ausbalanciert entwickeln