«dynamisch»

Wie bekannt, ist eine Bewegung dann dynamisch, wenn sie mit Schwung eingeleitet wird und dadurch nicht sofort anzuhalten oder komplett umkehrbar ist. Mit so einer Bewegung kannst Du z.B. eine leicht offene Tür einfach überklettern, im Überhang statisch unmögliche Züge machen oder einfach Kraft sparen. Die Bewegung ist aber im Vergleich zu einer statischen Bewegungsausführung komplexer, weil sie zeitkritisch ist.

Du musst viele Körperteile gleichzeitig koordinieren… Deshalb ist es als «statischer» Kletterer zunächst schwierig, sich auf diese neue Form der Bewegung einzustellen. Hier hilft nur Geduld, Neugier und Spass an neuen Bewegungserfahrungen! Als «dynamischer» Kletterer profitierst Du auch von diesen Übungen, denn wie schon gesagt, die Koordination ist schwierig und kann immer (!) perfektioniert werden.

Folgende Übungen können Dir beim Erlernen oder Verbessern einer dynamischen Bewegungsausführung helfen (in ansteigender Schwierigkeit):

  • Beim Klettern mit beiden Händen loslassen: Die leichteste Variante ist, mit der Greifhand bis nahe an den Zielgriff zu gehen, und dann die Haltehand los zu lassen, bevor Du den Zielgriff nimmst.
  • Mit beiden Händen gleichzeitig loslassen.
  • Mit nur einer Hand klettern.
  • Mit einer Hand und der anderen Hand hinter dem Rücken klettern.

Bei diesen Übungen ist folgendes zu beachten:

  • Unbedingt vorher gut aufwärmen!
  • Ruhig klein anfangen.
  • Bei der Vorplanung der Bewegung musst Du zwangsläufig auch überlegen, wie Du den eventuell entstehenden Schwung abfängst, z.B. durch die Platzierung der Füße.
  • Bewegungen des Kopfes und der Hüfte helfen Dir. Versuch mal, wie das klappt.
  • Wundere Dich nicht, wenn es sich ungewohnt anfühlt.
  • Gerade die extremen Formen sind echt anstrengend.
  • Eigene Varianten sind erwünscht!

Happy new moves!