Dvigrad

Deep Water Soloing macht zwar süchtig, aber in unserem Urlaub wollten wir zwei «Seilgeilen» natürlich auch noch «normal» klettern – nächste Station war dann der Klettergarten Dvigrad bei Kanfanar.

79 Routen in 4 Sektoren von 4b+ bis 8c+ weist der Kletterführer von Boris Čujić aus und sagen mal an, dass hier für so ziemlich jeden Geschmack etwas dabei ist.

Wie wir spätestens auf Höhe der zweiten Bohrhaken feststellen mussten, sind die Routen  Osteuropa-typisch hart bewertet. Im Vergleich zu unserem heimischen «Schwabenjura» könnte man hier guten Gewissens noch ein Plus zum UIAA-Grad dazuaddieren.
Das Hakenmaterial ist übrigens fast durchgehend in sehr gutem Zustand und mit nicht unangenehmen Abständen – nur die Umlenker sind teils selbstgebastelte Sauschwänze…

Zwei Routen in Dvigrad (UIAA VI links, V rechts)

Koordinaten N45 07.886 E13 48.977
Parkplatz N45 07.936 E13 48.420
Zugang vom Parkplatz aus dem gut sichtbaren Pfad bis zum Wandfuss folgen. Achtung Schlangen!
Geocaches Geocaches als Liste | auf der Karte

Ganz in der Nähe, am Beginn des Zustiegspfads, gibt es sogar einen Campingplatz nur für Kletterer namens «Sport & Relax» (Koordinaten: N45.13344 E13.80812) mit 10 Minuten Fussmarsch zum Klettergarten.
Allerdings ist mir das Geschäftsgebahren etwas suspekt – die Homepage wurde lang nicht mehr überarbeitet, auf eMail-Anfrage wurde nicht geantwortet und bei unserem Besuch war der Platz komplett leer.

Leer war übrigens der Klettergarten auch bei unseren Besuchen. Nur zwei Seilschaften hatten sich tags darauf zu uns gesellt. Keine Ahnung, woran das lag… war denen der Zustieg zu abenteuerlich oder Angst vor Schlangen oder doch die harten Bewertungen?
Jedenfalls hatten wir unsere Ruhe!

Anschliessend ging’s noch zum Limski-Kanal – einem vielversprechend klingenden Klettergebiet mit 108 Routen, verteilt auf 5 Sektoren, Schwierigkeitsgrade zwischen 4b+ und 8a.
Hier gaben wir allerdings schon bei der Parkplatzsuche auf – der offizielle Parkplatz für die lohnendsten Sektoren laut Kletterführer darf nur noch 15 Minuten lang benutzt werden und die Zustiege zu den Sektoren sind allesamt als Touristentoilette missbraucht. Da verging’s uns dann und wir hatten auf Limski Kanal keine Lust mehr.

Apropos Limski-Kanal – vorsicht vor lockeren Haken (Stand April 2018):


Näheres hierzu in einem Facebook-Post von Gerhard Schaar

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