Bewegungsqualität

Jeder weiss es: Die Bewegungsqualität ist einer der wichtigsten Faktoren beim Klettern.
Und was machen wir Kletterer nicht alles, um unsere Bewegungen zu verbessern? Yoga, Stretching, Slackline, … – alles Versuche, die Bewegungen an der Wand fliessender, harmonischer, eleganter zu gestalten. Für mich macht diese Bewegungsqualität den grössten Teil der Schönheit unseres Sportes aus.

Ich möchte hier eine Alternative zu den bekannten und eben genannten Trainingsformen vorstellen: Die Feldenkrais-Methode! Entwickelt von Moshé Feldenkrais, einem der interessantesten Charaktere des letzten Jahrhunderts. Ich habe mit diesen «Lektionen», wie es seine Trainingseinheiten nennt, extrem gute Ergebnisse erzielt. Sie lassen sich auch mit Muskelkater machen, Du brauchst keine Hilfsmittel, nur eine halbe Stunde bis Stunde Zeit.

Leider gibt es nur wenige ausgebildete Lehrer für diese Methode, so dass ich nur auf das Buch von Moshé Feldenkrais selbst verweisen kann:


Aber Achtung: Feldenkrais war seiner Zeit sehr weit voraus, und verwendet deshalb sehr viel Zeit für die theoretischen Grundlagen seines Ansatzes. Hier wird er auch sehr philosophisch. Aber immer extrem interessant!

Wem das zu abgefahren ist, der macht einfach die Lektionen! Achtung: Sie klingen zunächst sehr einfach und irgendwie anders. Wenn Du sie einmal gemacht hast, dann merkst Du jedoch, dass irgend etwas dahinter steckt.

Also, wenn Du immer über Yoga nachgedacht hast, Slackline für eine gute Übung zum Klettern ansiehst oder auch Stretching Dir nicht zu abgefahren ist, dann solltest Du mal Feldenkrais probieren. Wie gesagt, Du braucht nur ein offenes Herz, viel Konzentration, und eine Stunde Zeit dafür…

Eine persönliche Bitte: Wenn Du es probiert hast, schreib mir bitte über Deine Erfahrungen! Da ich nur mich selbst als Referenz habe, interessiert mich, wie es anderen damit ergeht.